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Ein Reiter sollte nicht akzeptieren, dass seine/ihre Hilfen nicht sofort befolgt werden; es ist zu sagen, dass sie sofort in der Geschwindigkeit, der Bewegung des Pferdes, in seinen Gängen oder seiner Balance irgendeine Art von Änderung bewirken sollten. Dem wird jedermann zustimmen. Aber sehr wenige werden über die logische Konsequenz nachdenken, was geschehen muss, wenn die Hilfe die erwarteten Veränderungen (Transformation) erbracht hat: SIE MUSS AUFHÖREN. Wenn sie nicht nachlässt, sondern andauert, verliert sie Ihren Wert als Hilfe für die Veränderung (Transformation). -> Sie wertet sich so selbst herab. In anderen Worten: Wenn Sie mit Ihren Beinen treiben, treiben, treiben, auch wenn es nicht schneller gehen soll, dann trainieren Sie Ihr Pferd im wahrsten Sinne des Wortes auf die Formel: „Meine Beine bedeuten NICHTS, meine Beine bedeuten NICHTS, meine Beine bedeuten NICHTS.“ Wenn Ihre Beine Zulegen bedeuten sollen, müssen Sie sie wegnehmen, wenn Sie die gewünschte Geschwindigkeit erreicht haben. Wenn Sie sie nicht wegnehmen, wird das Pferd entweder weiterhin zulegen und Sie werden zu schnell werden, oder das Pferd wird langsamer, obwohl Sie mit den Schenkeln weiter treiben und die Hilfe wird Ihre Wirkung verlieren. Und das gleiche gilt für die Hände. Wenn Ihre Hände Verlangsamung bedeuten soll: Wenn Ihr Pferd auf die gewünschte Geschwindigkeit verlangsamt hat, hören Sie mit der Handeinwirkung auf. Natürlich wird Ihr Pferd – zumindest zu Beginn- langsamer werden, nachdem Sie die Beine geöffnet haben, oder es wird zulegen nachdem sie die Finger geöffnet haben. Also benutzen Sie Ihre Hilfen wieder, um die Situation wiederzubeleben und dann lösen Sie sie wieder. Seien Sie geduldig. Sein Sie hartnäckig. Zu seiner Zeit wird Ihr Pferd lernen, das es (und nicht Sie) die Geschwindigkeit, den Gang , die Bewegung etc. beizubehalten hat, zu der es durch Ihre Hilfe hingebracht wurde. Selbstantrieb (durch das systematische Weglassen der Hilfen von Händen und Beinen) wird Ihre Belohnung sein. Und dann, sobald sich die Versammlung aufbaut, werden Sie Stück für Stück die Eigenversammlung des Pferdes erlangen. Wenn Ihr Pferd sich durch Eigen-Impuls, -balance und –Versammlung weiterbewegt, sobald Sie die Hilfen bei erreichen des Gewünschten absetzten, werden Sie sich interessanteren Aufgaben widmen können: Piaffe, Passage, Galopppirouetten und fliegende Wechsel werden einfach werden. Sie betreten den Bereich der „Hohen Schule“.
Erinnern Sie sich:
1. Ihre Hilfen sollten niemals vom Pferd ignoriert werden. 2. Sie sollten immer aufhören, wenn das gewünschte erreicht ist, so dass Sie dann ohne jegliche Anlehnung (free wheel) reiten müssen, 3. solange es keinen Grund für eine Veränderung (Übergang) gibt. Anders gesagt: Ihre Hilfen sollten niemals dafür eingesetzt werden, die Geschwindigkeit, den Takt etc. beizubehalten. Sie sollten sie erzeugen oder wiederherstellen. Wenn schnelle Gänge, Geschwindigkeit etc. durch beständige Hilfen begleitet werden, werden Sie von der Schwerfälligkeit übermannt. Fragen Sie zu Beginn einen Freund Ihnen bescheid zu geben, wenn Sie unnötig treiben. Alte Reflexe sind schwer zu vergessen. Und nicht zuletzt: hören Sie auf im Sattel zu „arbeiten“. Auch hier müssen Sie das „Weglassen der Hilfen“ praktizieren. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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