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III. Die Dosierung der Hilfen
Die Reitliteratur ist voll von Ausdrücken wie „energische Bewegung der Beine“, „abgestufte Bewegung der Beine“ aus denen man folgern könnte, dass es eine proportionale Beziehung zwischen der Stärke der Hilfe der Reiterbeine und der Energie und Vitalität der Antwort des Pferdes. Das ist eine irrige Meinung. Wenn Sie stimmen würde, würden Jockeys mit langen Steigbügelriemen reiten und Bodybuilding betreiben J .
Pferde werden nicht mit kleinen Knöpfen in den Rippen geboren, die man zum Beschleunigen drücken muss. Es verhält genau anders herum; wenn Sie Ihre Beine das erste mal auf dem Pferd benutzen, das noch nie vorher geritten wurde, wird es dazu tendieren, langsamer zu werden, oder stehen zu bleiben, manchmal wir es versuchen n den Schuh des Reiters zu beißen. Daher werden die Reiterbeine Ihre Energie verleihenden Fähigkeiten über die Konditionierung des Pferdes bekommen. Nachdem das Pferd dieses spezielle Training erfahren hat wird es dies niemals vergessen, wenn der Reiter es korrekt durchgeführt hat (die ist die Anwendung der Prinzipien des Loslassens, der Trennung und der Dosierung der Hilfen). Aber wenn er vergisst, wird dies keinen Gewinn bringen, da es nicht das tatsächliche Problem adressiert. Dies ist, dass er den richtigen Einsatz der Beinhilfen vergessen hat. Was man unternehmen könnte, ist die Konditionierung wieder aufzufrischen.
Beziehen Sie nun diese Situation auf sich selbst: Wenn ich mit Ihnen in Griechisch sprechen würde, und Sie würden mich nicht verstehen, da Sie kein Griechisch sprechen, würden Sie mich dann besser verstehen, wenn ich Sie anschreie?
Entweder das Pferd „spricht die Sprache der Beine“ oder nicht. Wenn es sie versteht ist es nutzlos zu schreien. Und wenn es sie nicht versteht, ist Schreien Blödsinn. Daher müssen Sie die Stärke der Beinhilfen durch das oben erwähnte Training auf das Minimum auslegen, welches er versteht, welches die Standartaktion sein sollte, die es zu befolgen hat.
Der Einsatz der Hand folgt nicht demselben Muster. Es kann kurzzeitig sehr stark sein, sollte aber niemals länger as eine halbe Sekunde anhalten. Mit anderen Worten: die Hilfe sollte pulsieren (annehmen und nachgeben). Das ist durch das Phänomen von Aktion und Reaktion erklärt, welches mehr in der psychologischen Domäne angewandt wird, als in der Physischen. Die Hilfen der Reiterhand verursacht immer eine Reaktion des Pferdenackens in die andere Richtung. Glücklicherweise gibt es zwischen der Hilfe des Reiters und der Reaktion des Pferdenackens die sie verursacht eine kurze Verzögerung, so dass an erwarten darf, dass wenn die Hilfe kurz genug ist, die Reaktion nicht schon während der Hilfengebung einsetzt, sondern darauf folgt. Daher muss jede Hilfe nach dieser entscheidenden halben Sekunde aufhören, gleich welches Ergebnis diese erbracht hat. Wenn sie länger anhält, wird das Gesamtergebnis geringer , da es einen Kampf zwischen dem Pferdmaul und der Reiterhand geben würde. Die Vermeidung dieses Kampfes gibt der Handhilfe ihren optimalen Nutzen. Natürlich wird die –gegebenenfalls auch mal kraftvolle- Handhilfe wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis erricht wird.
Denken Sie daran: Allein eine zu lang anhaltende Handhilfe wird bereits die Gegenwehr des Pferdes auslösen und wird nur ein mittelmäßiges Ergebnis erzeugen. Hingegen wird eine „pulsierende“ Handhilfe das Pferd entspannen und ein schnelles Resultat hervorbringen.
Zusammengefasst besagen die Prinzipien der Dosierung der Hilfen, das diese niemals einen gegeben Schwellwert erreichen sollten: also weg mit der Kraft für die Beine und mit den Festhalten am Zügel.
Die alten Reflexe, die Sie vergessen sollten sind:
1) Die Beinhilfe zu verstärken, oder die Hacken einzusetzen, im Fall das das Pferd die Beinhilfe ignoriert (anstatt sofort die Gerte hinzuzunehmen). 2) Die Handhilfe für länger als einen halbe Sekunde andauern zu lassen. 3) Haben Sie zu Beginn stets jemanden zur Kontrolle dabei, denn alleine wird es Ihnen nicht gelingen diese alten Reflexe zu eliminieren.
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